Studio Project    Houses in Motion 



Image: Houses and Hudson River. New York 1987
 

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Digging Deep





Wartime at the Palais Noir.

In der Tat war die Begeisterung für die Heads so groß, daß ich im Rahmen einer meiner seltenen Performances auch «Life During Wartime» einbezog. Dazu trug ich eine Jacke, die ich im Village erstanden hatte – voller Stolz. Das war die Zeit während der Eighties, da man in New York eher dazu tendierte Bodybags zu tragen. Das Bild wurde von einem Video abfotographiert, der schnell als verschollen galt. Gib nichts aus der Hand.
 

 


fa fa fa fa fa fa. Das Talking Heads Buch.

David Bowman
fa fa fa fa fa fa
The adventures of Talking Heads in the 20th Century
Gebunden, 406 Seiten
ISBN 0-7475-4586-3

 

 


«Stop Making Sense» Kinowerbung. Wer's nicht gesehen hat, dafür gibt's derzeit sogar DVD und BluRay.

Houses in Motion – Talking Heads
 
For a long time I felt
Without style and grace
Wearing shoes with no socks
In cold weather
I knew my heart
Was in the right place
I knew I'd be able
To do these things
 
And as we watch him
Digging his own grave
It is important to know
That was where he's at
He can't afford to stop
That is what he believe
He'll keep on digging
For a thousand years
 
I'm walking a line
I'm thinking about empty motion
I'm walking a line
Just barely enough to be living
Get outta the way (no time to begin)
This isn't the time (so nothing was done)
Not talking about (not many at all)
I'm turning around (no trouble at all)
You notice there's nothing around you, 'round you
I'm walking a line
Divide and dissolve
 
Never get to say much
Never get to talk
Tell us a little bit
But not too much
Right about then
Is where she give up
She has closed her eyes
She has give up hope
 
I'm walking a line
I hate to be dreaming in motion
I'm walking a line
Just barely enough to be living
Get outta the way (no time to begin)
This isn't the time (so nothing was done)
Not talking about (not many at all)
I'm turning around (no trouble at all)
I'm keeping my fingers behind me, 'hind me
I'm walking a line
Divide and dissolve
 
I'm walking a line
I'm visiting houses in motion
I'm walking a line
Just barely enough to be living
Get outta the way (no time to begin)
This isn't the time (so nothing was done)
Not talking about (not many at all)
I'm turning around (no trouble at all)
Two different houses surround you, 'round you
I'm walking a line
Divide and dissolve
 
Houses in Motion 23    – Short Version
 


 

 
Schichten, akzeptiert und abgelehnt. Zuerst lagen einfach zwei Gitarrentracks da. Es kamen immer mehr Spuren hinzu und wurden wieder gelöscht. Der Baß blieb. Dieser bildete die Grundlage, zusammen mit dem Schlagzeugtrack.
 
Es gab kein eigentliches Schlagzeug. Es gab nur eine Snaredrum und eine Bassdrum. Nicht einmal ein Hihat. Die Schlagzeuggrundlage wurde auf diese zwei Instrumente aufgebaut. Das Einfache und das Besondere war, daß der Schlag an der Snaredrum an zwei verschiedenen Stellen am Fell ausgeführt wurde; damit ergab sich die Subtilität eines kontinuierlichen Schlags mit jeweils einer leicht anderen Klangfarbe. Diese beiden einfachen Schläge wurden mit einfachen Wirbeln ausgeschmückt. Erst durch die Kompression konnten diese Charaktäre in den Vordergrund geholt werden. Ein aufmerksamer Zuhörer kann die Verschiedenartigkeit der beiden Snareschläge wahrnehmen.
 
Als nächster Schritt kommt ein Track mit den Rezitationen / Gesängen. Dazu hole ich aus den tiefsten Winkeln des Mikrophonregals mein erstes Röhrenmikrophon, ein einfaches Stellar M3. Dieses wurde mit einer Peluso-Kapsel veredelt. Über dem Aux-Ausgang des Monitorpults wird ein Stereo Chorus aus dem Lexicon PCM-70 dazugemischt. Wenn wir schon bei den 80s sind. Damals legte ich noch die sechseinhalbtausend Dollar hin für diesen ersten guten und «bezahlbaren» Digitalhall. Damit's ein wenig dicker wird, laufen die beiden Chorus-Kanäle durch ein vintage AudioPulse Model 1 Digital Time Delay System. Das war ein anscheinend computerisiert hergestellter Stereoaufbereiter, der 1977 ca. 700 Dollar kostete und heute nix mehr.
 
«The effect on the sound in the room is very live sounding. One feature it has is the ability to make Mono recordings have a Stereo quality about them. Audio Pulse uses ninety separate shift register IC's to provide delays of 8, 12, 22, 36, 58, and 94 milliseconds of discrete delay.
Reverberation decay time: variable from 0.2 to 1.2 seconds, and those times are measured as the time for the reverb output to fall by 60 db after a transient.»

https://audiokarma.org/forums/index.php?threads/audio-pulse-model-one.140308/
 
Dazu ein Saxophon. Da mache ich aber vorher einen Track mit gesampelten Saxophonen, das werde ich über ein Roland VP-70 einsingen, das wird meine Stimme in MIDI-Daten konvertieren, die dann die Sampler ansteuern. Und die Kirsche auf dem Kuchen? Da hoffe ich, daß die Valérie noch ihre Rhabarberflöten hat, die laufen dann durch den Ringmodulator. Wenn das nicht die Häuser bewegt.
 


 
Cast & Technicalia
 
Basic Instruments
Edward Mickonis
AD Conversion: Steinberg AXR4T
 
Custom Made VooDoo Guitar
  Tesla 29-1 Monophoner Equalizer
  H|H Electronics H-S Musician Top Teil
  Diverse Lautsprecher
  Mik: Gefell MV201, MK102 Kapsel
  Ukrainisches Netzteil
  Mik Preamp: Rane DMS 22
 
LPConga und Tumba, Shakers
  Miks: AKG C414B-ULS
  Preamp: Blue Robbie
  (60s AEG/Telefunken ECC88 Tubes)
 

 

Snaredrum
  Mik: Neumann TLM49
  Preamp Audio Upgrades High Precision
Bassdrum
  Mik: tBone SCV3000 und Neumann TLM127
  Preamps: Grace Design M801
 
Tanglewood Bass
  BMax Preamp / ProFet 3.2 Amp
  Speakers: Glockenklang Space Deluxe
  und NoName 21" Speaker
  Miks: Earthworks QTC50 und Neumann TLM127
  Preamps: Grace Design M801
 
Synthesizer
  Apple Encoded Transmission 2
  und Alien Abduction EVOC 20
 

 

In der Planungsphase:
 
Saxophon
Daniel Schluchter
Mics: Xxx Preamp: Xxx
 
Vocals
Daniel Schluchter, Valérie Benelli, Xxx, Xxx
Mics: Xxx Preamp: Xxx
 
 
Rhabarberflöte
Valérie Benelli
Mics: Xxx Preamp: Xxx
Moogerfooger Ring Modulator
 
 

 



I ch bin auf Seite 260 angekommen. Ich hatte das Buch «fa fa fa fa fa fa» von David Bowman im Antiquariat entdeckt. Untertitel «The adventures of Talking Heads in the 20th Century». Ich kann mich kaum erinnern, was ich da so alles gelesen hatte, zum Teil wurden diese Inhalte von meinen Japanischstudien überlagert. Und doch blieben die Bruchstücke. Ich grub die alte «Fear of Music» Langspielplatte aus und war von der Audioqualität ziemlich enttäuscht. Einmal mehr hatte ich den Eindruck, daß die alten Platten nicht unbedingt das Wahre waren. Also versuchte ich mein Glück im HDTracks und wurde fündig: «Remain in Light» gabe es da, und auch «Speaking in Tongues» in 24 Bit/96 kHz. Da haut's mich doch um. Das war schon mehr als nur ein musikalisches Erlebnis. «Remain in Light» mit Brian Eno am Pult und «Speaking in Tongues» dann schon nicht mehr. Natürlich entsprachen die Gitarreneinspielungen von Adrian Belew auf der «Remain in Light» genau der Beschreibung im Buch. «He listened for about two minutes. Then he stuck in a guitar solo that was so steely his notes were like the beams of a skyscraper. An Empire State Building of wires screaming from their tremendous weight.» (p. 171) Beide Alben enhalten für sich eine besonderes Hörerlebnis. Kompakt gestapelte Kompression. Rhythmische Säulen. Dazu gab es auch noch die surrealen Texte.
 
Als ich das Buch las, erschien aber auch die «restaurierte» Fassung von «Stop Making Sense», der Konzertfilm der Heads, den ich schon 1984 atemlos im Kino gesehen hatte. Und das war natürlich ein Muß, da er in Basel wieder im Kino lief. Es haute mich genauso vom Stuhl wie damals.
 
 
     Edward, 16. Juni 2024

Wien / Blick aus dem Kaffeehausfenster. Dächer, unterwegs.
 
Tor zum Jenseits