Es ist praktisch unvermeidbar, daß ich, wenn ich Wien besuche, einen Abstecher ins Flash Music mache. Es liegt so handlich zentral und sein Mief scheint meinen Jagdinstinkt nach verschrobenen Musikalien quer durch die Stadt auszulösen. Es ist der gefährlichste Laden in ganz Wien. Jedesmal, wenn ich das Flash Music betrete, dann ist sicherlich irgendwas dort, was ich unbedingt haben muß. Und einen Keller haben sie auch noch um die Ecke, an der Schikanedergasse. Da unten hat es auch noch eine ganze Bühne, Beleuchtungsartikel, alte Verstärker (Selmer und so!), ganze Kinoorgeln. Ein Paradies für solche, die Klänge mit vintage Flair suchen. Und immer weiß man sich in Wien, damit erhalten die Artifakte noch einen besonderen Touch, da sie von den Musizierenden in Wien zur Pflege ihrer Kultur gebraucht wurden und damit die Handschrift dieser Stadt tragen. Kultig.
 
Hier fand ich auch die polnische Echo 2, die hier vom Mr. Flash persönlich wieder flott gemacht wird.
 
Flash second hand music | Mühlgasse 13, A - 1040 Wien | Tel: +43 1 587 31 65 | Öffnungszeiten: Di - Fr: 12 - 19 Uhr; Sa: 12 - 17 Uhr
http://www.flashmusic.at
 
Es sei einmal passiert ... daß Mitglieder des Opernhausorchesters lange nach Mitternacht in ein Kaffeehaus kamen und schmeichlerisch seine Hände faßten und ihn mit trunkener Schöntuerei überhäuften und meinten, er solle eine Komposition für sie schreiben, da sie doch ebenfalls Künstler wären. Und Franz nannte sie Musikanten und Handwerker und Bläser und Fiedler und Würmer und Insekten. – Und am nächsten Morgen [fand man ihn zuhause schlafend] ... überall lagen Notenblätter und Kleider verstreut, und auf dem Tisch lag ein Blatt Papier mit Tintenflecken, auf das er zornige Sätze geschrieben hatte, bevor er einschlief.
Charles Chadwick | «Josefa – Ein Schubert-Roman» (p. 93)

Das Hantieren mit dem, was nicht existiert.

 
WAS auch immer ist und bei näherem Hinsehen nicht ist: Das Rätsel unseres Weltenseins bleibt nur schwer ergründlich. Es ist kein Game, es ist furchtbar, wirklich furchtbar ernst. Und doch ist uns kaum mehr möglich, als das Sein mit kindlicher Seele wie einen Comic zu betrachten. Jede Handlung hat Konsequenzen, und viele Nachtträume lösen die Konsequenzen auf, indem sie unsere Betrachtungsweise korrigieren. Beginnen wir unsere Betrachtung damit, daß – Vergleiche hinken (...) – eine Blumengattung von der gleichen Matrize stammt. Dennoch ist keine Blume wie die andere, die Matrize wird variiert angewandt. Deaccurate ist das Weltensein, wie der Humanizer in der Linn Drum, aber viel besser.
  Und eines Tages werden wir bemerken, daß wir doch drei Augen haben. Oder mehr. Dann aber dürfen wir uns nicht von den Blinden stören lassen, die von einem Betrunkenen geführt werden. Da haben wir eh genug zu tun, die vier Augen zu koordinieren.
 
Edward, 28. März 2026
My Spaceship.