Ein einmaliger Gast im Studio (2011): die nigerianische Sängerin Tunde Aladese. Zuvorkommenderweise übersetzte sie mir einen Text aus dem Englischen in ihren nigerianischen Dialekt und trug diesen auch vor. So entstand eine einmalige Aufnahme, die bis heute im Archiv auf die Weiterbearbeitung wartet. Des Gitarrespielens unkundig, fand sie dennoch Freude am schnarrigen Klang der Cigar Box Guitar. Unterdessen beschäftigte sich ihre Freundin mit einem meiner Bücher über die gestaltende Graphik, sie studierte damals Visuelle Kommunikation in Basel.
 
Admittedly he was listening to a Best of Queen tape, but no conclusions should be drawn from this because all tapes left in a car for more than a fortnight metamorphose into Best of Queen albums.
Terry Pratchett/Neil Gaiman | «Good Omens» (p. 19)

Das Hantieren mit dem, was nicht existiert.

 
WAS auch immer ist und bei näherem Hinsehen nicht ist: Das Rätsel unseres Weltenseins bleibt nur schwer ergründlich. Es ist kein Game, es ist furchtbar, wirklich furchtbar ernst. Und doch ist uns kaum mehr möglich, als das Sein mit kindlicher Seele wie einen Comic zu betrachten. Jede Handlung hat Konsequenzen, und viele Nachtträume lösen die Konsequenzen auf, indem sie unsere Betrachtungsweise korrigieren. Beginnen wir unsere Betrachtung damit, daß – Vergleiche hinken (...) – eine Blumengattung von der gleichen Matrize stammt. Dennoch ist keine Blume wie die andere, die Matrize wird variiert angewandt. Deaccurate ist das Weltensein, wie der Humanizer in der Linn Drum, aber viel besser.
  Und eines Tages werden wir bemerken, daß wir doch drei Augen haben. Oder mehr. Dann aber dürfen wir uns nicht von den Blinden stören lassen, die von einem Betrunkenen geführt werden. Da haben wir eh genug zu tun, die vier Augen zu koordinieren.
 
Edward, 28. März 2026
Aufnahmesession mit Beatrice Balt in der alten Jazzakademie Basel.