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Elektronische
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Ein Waldorf Microwave XT und ein Roland SH-32 im Rack.
Es sind keine Klaviere. Keine Orgeln, keine Spinette. Keine Gitarren, Flöten. Was da aus den Töpfereien der Synthesizerbauer kam, gab es noch nicht. Natürlich: Eine Zeitlang wurden sie den Uneingeweihten und Unbedarften als elektronische Instrument nahegebracht, die anscheinend alle anderen Instrumente simulieren konnten. Hm, ja, so ungefähr. Inzwischen gibt es sie in Hülle und Fülle und ... sie machen mehr oder weniger das Gleiche. Ausgangslage ist eine Wellenform, die gefiltert wird. Dann erhält man eine schwebende Flöte oder das Geräusch eines Streichholzes. Synthesizer werden überbewertet und dabei werden ihre Möglichkeiten unter den Schemel gestellt. Sie sind so sehr daran gebunden, fachgerecht gespielt zu werden wie eine Geige, dessen muß man sich bewußt sein. Ach, die werden ja auch gesampelt, die Geigen, und werden als Presets mitgeliefert. Da schwimmt einem doch der Kopf ob der vielen Möglichkeiten, die man doch nicht hat.
 
Mit meinem ersten Synthesizer, einem KORG Poly-800 ("Er hat sich eine James Last Orgel gekauft!" mußte ich mir anhören. Das ist ein Grund, warum ich heute nicht mit jedem rede.), mit dem ging ich in die Menus und programmierte, dazu stand mir ein einzeiliges Display mit insgesamt 6 Stellen zur Verfügung. Aber dann kannte ich erweitertes ADSR, LFO und vieles mehr und ging über zum KORG MS-20. Sounds programmieren ist was Tolles!
 




Die Elektronika

Korg MS-20 und SQ-1

Mein alter KORG MS-20, der in ein neues Haus gebettet wird, per Hand mit Tolex verkleidet.
 

Korg MS-20
Nachdem ich den Poly-800 erkundet hatte, wollte ich noch mehr Synthetisches. Im GIG lief eine Aktion für MS-20er und ich erstand so einen. Als Ergänzung für meine "James Last Orgel" (siehe oben). Beide Synthesizer waren nicht dynamisch. Poly-800 ist immer noch beliebt, und der MS-20 ist heute, zum Teil auch wegen der Techno-Welle, ein Synthesizer, den niemand verkauft, wenn er einen hat, außer er nagt am Hungertuch, und wenn nur mental. Der MS-20 hat einen – monophonen, also nicht mehrstimmigen – Sound (Klang). Aus. Wenn man einen Schalter verdreht oder ein Patchchord umsteckt, ist der Sound ein anderer und man hat keine Möglichkeit, die Soundparameter abzuspeichern. Was der Poly-800 konnte, aber der kam eigentlich später raus. Und der hatte sogar ein Kassetteninterface, mit dem man die Sounds auch noch auf einer Audiokassette abspeichern konnte! Dafür gab es für den MS-20 vorgedruckte Cheat-Sheets mit Löchern, die man auf den Synthesizer legen konnte und so die Einstellungen aufmalen konnte! Es war damals eine brachiale Welt. Aber: als ich ihn das erste man an meine damalige Teisco-Gesangsanlage anschloß (die übrigens wegen einer Fehlschaltung im Gehäuse unter Strom stand ...), da merkte ich den Unterschied zwischen dem zwar sehr, sehr vielfältig programmierbaren Poly-800 und dem MS-20. Der MS-20 kam mit der Wucht eines Panzers daher. So kann man ihn auch beschreiben: wuchtig. Ich habe ihn immer noch und behalte ihn.
 
Inzwischen gibt es ihn als Mini-Version, etwas verkleinert, mit verkleinertem Steckfeld im Doepfer-Format. Und auch den Sequenzer gibt es auch neu, der damalige SQ-10, der heute rechte Preis macht auf dem Gebrauchtwarenmarkt, der hat sich in einer Kleinversion als SQ-1 reinkarniert und hat sich bei mir über dem SM-20 bequem gemacht. Voraussichtlich wird es einen zweiten geben, das sich zwei synchronisieren lassen und dann steuere ich auch noch den Roland 100 M mit diesen an.
 

Oberheim Matrix-6.

Oberheim Matrix-6, Modulationsmatrix.

Oberheim Matrix-1000

Oberheim MC 1000 Masterkeyboard

Oberheim Matrix-6, seine aufgeruckte Modulationsmatrix, seine Ausgabe als einfaches Rackmodul als Matrix-1000 und ein MC 1000 Oberheim/Viscont Master Keyboard.
 

Die Oberheims
Es folgte der Oberheim Matrix-6. Dieser hat nun ein dynamisches Keyboard, sogar mit Aftertouch, wenn auch nicht auf jede einzelne Taste. Bedeutet: drückt man während des Spielens auf die Taste, dann kann man einen eigenen Effekt dadurch erwirken.
 
Oberheim hatte mit den OB-Synthesizern große, wuchtige Synthesizer gebaut. Und nun kam einer heraus, der kleiner, handlicher, etwas weniger leistete als die großen Brüder Matrix 12 oder Xpander. Aber er war immer noch voll ananlog und verfügte über eine überaus komplexe Matrix an Modulationsmöglichkeiten, die auf die DCOs zugriffen, für jede der 6 Stimmen hatte es zweier solcher Digitally Controlled Oscillators. Er war etwas ganz anderes als der damals ebenso beliebte, wenn nicht sogar noch viel beliebtere Yamaha DX-7. Dieser war kalt und glockig und lieferte brilliante E-Piano Sounds. Der Matrix-6 war warm und breit: Oft sah man sie zusammen, da sie sich gut ergänzten. Den DX-7 erstand ich später als Desktop-Version, den Yamaha TX-7. Sie sind beide noch bei mir.
 
Irgendwann war ich auf der Suche nach einem Masterkeyboard mit einer guten Tastatur. Die fand ich am Oberheim MC1000, dieses Masterkeyboard erschien viel später, als Oberheim von der italienischen Firma Viscont übernommen wurde.
 

Das komplette System des Roland System 100 M, nach einigen Jahren nun mit dem dazugehörigen Keyboard.

Nach einigen Jahren nun mit dem nötigen Keyboard versehen, aber noch lange nicht gebührend erforscht: Das Roland System 100 M.
 
 
Roland System 100 M
Back to the Roots. Keine Presets, nur Hebel im wahrsten Sinne des Wortes, kaum eine Ahnung, was wie gepatcht werden muß und zwei Ausgänge, die Varaianten des gleichen Signals versenden. Analog von seiner interessantesten Seite, der Glanz der Steinzeit: Das Roland System 100 M.
 
Es stand nun schon jahrelang herum, bis ich endlich begann, mich – wie damals mit dem Poly-800 – mit den Funktionen und Patches zu beschäftigen. Vor allem erhielt ich den Synthesizer-Knigge von Wolfgang Bock, der wissenschftlch und so richtig schulmeisterlich den Roland System 100 M bis in seine Details erklärt, also seine Anwendung, sein Innenleben wird weiterhin geheimnisvoll bleiben. Mit dem KORG SQ-1 Sequencer konnte ich ihn auch noch ansteuern (was ich vorher nur mit einem 4-Kanal Analog-Sequencer gemacht hatte). Und wirklich, seine Vielfalt ist dem Microwave ebenbürdig, nur klingt er ganz anders, analog und das wiederum völlig anders als der Oberheim. Und wieder mußte es 2016 werden, daß ich endlich das passende monophone Keyboard erstand und konnte so den 100 M mit dem dazugehörigen Keyboard live spielen. Da komme ich mich vor wie in der Popol Vuh'schen Affenstunde. Elektronische Musik. Ich beginne Stockhausen zu begreifen. Wieviele haben heute nicht einmal von ihm gehört?.
 
 
Ein winziger Teil des Manuals des Roland System 100 M.

Aus dem Manual des Roland System 100 M.
 
 
Die «Steuererklärung» des Systems 100 m und der Synthesizer schlechthin von Wolfgang Bock.

Das Syntesizer-Buch von Wolfgang Bock, das gleichzeitig ein Synthesizer-Knigge ist.
 
 


Waldorf Microwave XT.

Wolfgang Palms Geniestreich nach dem PPG Waveterm: Der Waldorf Microwave XT.
 
 
Waldorf Microwave XT
Es gibt so manche Legende in der Synthesizergeschichte. Wenn ich eine von diesen Legenden gerne hätte, dann – schon allein wegen des Aussehens – einen PPG. Ich hatte ihn so als Plugin und murkste ein wenig mit dem rum, aber das ist ja nicht das Wahre. Aber so ein Microwave? Erschwinglich und eine Überlegung wert.
 
Ich hatte nach einem Synthesizer Ausschau gehalten, der so vielfältig wie möglich war, der die Matrix des Oberheims überschritt, der dunkle Sounds liefern konnte oder auch nicht, aber vor allem brilliante Space-Sounds, unvorsehbare Wendungen verbarg, eine fülle von Wellenformen wie der PPG Waveterm. Es gab ihn ja. Da war er nun und stand im Rack. Der Waldorf Microwave XT. Wie üblich waren die Presets enttäuschend und wendeten sich ans Techno- und Rave-Publikum. Also fing ich an an den Knöpfen zu hebeln. Es gingen Welten auf. Was ich im Oberheim nicht programmieren konnte und im TX-7 auch nicht, das gab der Microwave her. Das war jetzt mein Space, der Soundtrack zum Weltall.
 
Der Microwave ist ein digitaler Synthesizer, man kann von ihm keine analoge Wärme erwarten. Dennoch ist er in seiner Vielfalt so brilliant und allein die Glockentöne, wie wir sie zum Teil schon vom PPG her kennen, machen ihn zu einer Besonderheit.
 

E-MU Emax.
 
E-MU Emax Modulationsmatrix.
 
E-MU ESI-32
 
E-MU Classic Keys
 
E-MU Audity 2000

Emax, die Modulationsfelder des Emax, der ESI 32, der Samplepreset-Player Classic Keys und der Audity 2000.
 

Die E-MU Reihe
Seit dem Emulator, aus dem Depeche Mode jeden Tropfen gequetscht hatten, standen beim E-MU die Sampler im Vordergrund. Aber auch die Synthesizer gläzen durch Vielfalt.
 
Da standen wir alle im GIG, aufgereiht wie auf einer Hühnerleiter und staunten über dieses neue Wunderwerk der Technik. Die Sampletechnik hatte sich auf die Menschheit gestürzt. Fairlight war für jeden von uns außer Reichweite. Aber das hier, vor uns, auf dem Keyboardständer? Es war 1984 und wir standen vor dem Ensoniq Mirage und hörten ein Klavier, das war viel besser als alle die Synthesizer-Klaviersounds. Es war gesampelt.
 
Ich wartete ein wenig ab und 1986 stand dort die kleine Schwester des Emulators auf dem Keyboardständer und wollte von mir 5 Tausend Franken und ich gab sie ihr. Sie samplede mit 12 Bit und hatte nicht allzuviel Zeit dafür, hatte aber ziemlich heftige Möglichkeiten in Sachen Nachbearbeitung, hatte Einzelausgänge und einen eingebauten Sequenzer. Vom heutigen Stand her eigentlich ein Witz. Dennoch auf der Bühne mit Tom Waits. Ich habe ihn immer noch, steht aber schon lange Still.
 
Aktuell finde ich den Classic Keys Sample Player von E-MU. Der kratzt zwar auch etwas, hat aber eine solche Unmenge interessanter Sounds geladen, daß ich immer wieder auf ihn zurückgreife.
 
Dann noch der Audity 2000, ein E-Mu Synthesizer: Auch dieser voller interessanter Sounds auf Wellenformbasis. Da werden noch einige Klänge ihren Ort auf diversen Aufnahmen finden. A scruffy family.
 

Die Akai-Reihe ohne S6000.

Akai S6000

Akai S2000

Akai S2000er und dazugehörige SCSI-Festplatten und CD-ROM Laufwerke, der Akai S6000 als Flagschiff der Akai-Sampler und eine nähere Ansicht des S2000.
 
 
Die Akai Reihe
Und später klangen die Sampler viel besser. Sie hatten mehr RAM und sampleten mindestens in CD-Qualität. Und was man nicht selber machen konnte, das konnte man hier und dort dazukaufen. Was ich auch tat, da mir recht günstig ein paar S2000er in die Hände fielen, den einen stattete ich sogar mit Einzelausgänzen aus. Dazu gesellte sich ein Akai ME35T (Triggersignat to MIDI Konverter), den ich bei einem Händler in Holland kaufte, dessen nette Art ihn wahrscheinlich zum Verhängnis wurde. Er machte Pleite und tauchte unter.
 
Ja, ich suchte in erster Linie nach guten Samples, die ich nicht selber machen konnte. Es war mir zu viel, selber zu samplen, ich wußte, wieviel Arbeit das war mit dem Emax und das, was ich samplen konnte, konnte ich genausogut einfach aufnehmen. Als ich aber das gesampelte Orchester von Peter Siedlaczek bei Best Service entdeckte, da griff ich zu den Tausend Mark, was das damals gekostet hat. Nur hatte ich zuwenig RAM in allen dreien S2000ern, was einige virtuellen Musiker aus meinem Orchester in die Zwangsferien schickte und damit legte ich diese Ideen einige Zeit auf Eis, war aber weiterhin davon bedrückt, so viel Geld für eine so gute Samplekollektion ausgegeben zu haben, die nun brachlag.
 
Es wurde tatsächlich 2016, bis ich den S6000er hatte. Die interne HD ist noch nicht eingebaut, aber Walter wird das schon schaukeln. Und da bekomme ich wohl mit den 256 MB Ram und den dreien S2000ern wieder ein Orchester zurecht, diesmal mit ein paar Instrumenten mehr. Und als Unterstützung noch die Eastwest Hollywood Strings auf dem Mac.
 


Elektronische Instrumente

Synthesizer
Roland SH-32
Oberheim Matrix-6
Oberheim Matrix-1000
Yamaha TX-7
Ensoniq SQR
E-MU Audity 2000
Waldorf Microwave XT
 
Analog
KORG MS-20
Roland System 100 M
 
Player
Roland P-330 Digital Piano
 


Sampler
Akai S6000
Akai S2000 (x 3)
E-MU Emax
E-MU ESI 32
 
Player
E-MU Classic Keys
 


Masterkeyboards
Oberheim MC 1000 88
CME Z-Key 76
icon Neuron 6
M-Audio Prokeys 88SX
Studiologic TMK88