Studio Project    Send It By Telegraph 


 
Image: Bristol, ausgebranntes Pier.
 


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ByTelegraph09.zip
(AIF, 48, 82.7 MB)
 
Nur die surrealen Flöten:
TheTelegraph13Flutes.zip
(AIF, 48, 10.7 MB)
 

 

 
TelegraphGuitarSolo.zip
 
Erste Transkriptionen.
 
Download des ZIP files ergibt die ursprüngliche Notation.
 

 

Lyrics
 

 
Send It By Telegraph
 
The rocks and the people
I can't tell which is which
How delicate the petals
How stubborn the braying
 
We came home in no time
So as did the evening fall
The clocks at the station
Said more than they should
 
On the b-side was the love song
It wasn't meant to reach the charts
 
How sweet it is to mention you
That is all I need
The church bell's breathing
In the dark and rainy sky
   Plainly laughing
   Skipping, dancing
   A shout into the night
 
Sages and rascals
Say the same
Tainted visions
Both of them they have
 
Stumbling through life like that
What opium could give me relief?
 
Way asleep, way in my slumber
I take a breath of air
I'd rather be wild than humble
It's an outrage what you have to do every day
 
Send me a message through the telegraph
The other networks are all Ken Dodd
The conductor has become a weary man
Can a stroll through funny Vienna help?
 
 
If heaven smells as good as you in your bath
A reason to be decent is as good as another


Send It By Telegraph   Version 9
 
This text will be replaced
 
Diese version enthält nicht die Flöten. Diese werden noch verdeckt gehalten. Dazu muß noch die Lucia ungestört die Cellopartitur aus den Elektrogitarren herausschreiben.
 
Die Stelle beginnt auf 2:13 und endet 2:46.
 
Und hier nur die surrealen Flöten:
 
This text will be replaced
 

 
Zwei Flötende am Frauengymnasium
 



Höhere Flöten.
Es war das zweite Stück, das ich in Baden bei Wien mit den beiden Flötistinnen Sara Kulenović und Sonja Medugorac aufnahm. Als erstes war es das "All Is Said And Done". Die Notationen waren nicht das Gelbe vom Ei, also wurden sie von den beiden Flötistinnen korrigiert und vervollständigt. Sie stellten mir die Frage: "Should we play this as it is or in fiths?" Eine Frage, die ich eigentlich nicht beantworten konnte, also sagte ich "Fiths." Das klang reizvoller und interessanter. Es klang auch dementsprechend, kann aber für sich noch nicht allein dastehen. Zwischenzeitlich habe ich noch die Flöten auf eine Subspur gelegt und dazu eine Tonhöhenmanipulation per Waves-PlugIn vorgenommen. Na, dankschön. Jetzt muß noch Lucia Travella den Celloteil dazuschreiben. Mal sehen, was ihr aus der Feder kommt.
 
 


Sara Kulenović und Sonja Medugorac in der ehemaligen Budi-Residenz.


 
Cast & Technicalia
 
Washburn D-11 TBL Six String Guitar
Edward Mickonis
Mic: Neumann TLM 170R in Cardioid Mode
Preamp: Forssell SMP-2b
AD: Lucid to ADAT
 
 
Tanglewood Electric Bass
Edward Mickonis
Amp: HH
Mic: Neumann TLM 170R in Cardioid Mode
Preamp: Forssell SMP-2b
AD: Lucid to ADAT
 
 
Custom VooDoo Electric Guitar
Edward Mickonis
Amp: HH
Mic: Neumann TLM 127 in Cardioid Mode
Preamp: Demeter VTMP-2a
AD: Lucid to ADAT
Parallel to:
Amp: Ecolette BS40
Mic: BeesNeez Jade
Preamp: Demeter VTMP-2a
AD: Lucid to ADAT
 

 

Drums
Edward Mickonis
SD Mic: ElectroVoice BK1
Preamp: Aphex 207
BD Mic: AKG D12E
Preamp: Joe Meek VC1
Compressor: Vestax SL201
HiHat Mic: Beyer M101 N (C)
Preamp: PresonusMP20
Recorded twice in a different way.
AD: Lucid to ADAT
 
 
Main Vocals
Edward Mickonis
Mic: Blue Neumann-RFT-Style Bottle Mic
Preamp: Demeter VTMP-2a
Compressor: LA4 Clone
Effect: Echopet Echo
AD: Lucid to ADAT
 
 
Add. Vocals
Valérie Benelli
Mic: Fox Audio Research Custom ELA M251
Preamp: Dizengoff D4
AD: Lucid to ADAT
 

 

Flute
Sara Kulenović
Mic: AKG TLM127
Preamp: RME Fireface UC Built-In
AD: RME Fireface UC
 
 
Flute
Sonja Medugorac
Mic: Neumann TLM 127
Preamp: RME Fireface UC Built-In
AD: RME Fireface UC
 
 
All Multitracks 24 Bit / 48 khz  

 


D ie Gemeinschaft mit Buddha allein blieb.
 
Die andere schwand, verflossen in der Unruhe und Rastlosigkeit der Zeit, begleitet von Defaitismus und der Konsequenz, keine Gemeinschaft mehr mit Verständnislosen zu suchen, schon gar nicht das Angebot einer solchen anzunehmen.
 
Als erstes erscheint mir der Geist der Verwobenheit zweier Erinnerungen, eine an Bristol, eine zweite an St. Andrä Wördern. Beide versinnbildlichen Verlorenheit, jene Verlorenheit, die die Ratlosigkeit begleitet, mit der man einer Situation begegnet, die einmal erlebt, die Entzweiung der Gemeinschaft zumindest zeitweilig aufzuheben vermag, die andere – viele Jahre später – hat keine Gemeinschaft zur Hand, die es wiederherzustellen gilt, es ist ein Allein, das in diesen Stunden seine Allmacht völlig ausspielt.
 
Diese beiden Orte, sie sind wie ein zeitloses Ehepaar, das nur kurz voneinander wußte, sein Wissen aber im Strudel jener Schwäche verlor, die man Orientierungslosigkeit nennt. Fährt man von Wien aus nach St. Andrä Wördern, so blicken einem die Ortschaften durch das Zugfenster an, als seien sie eine gute Partie Geborgenheit, fleißig angerichtet mit der Hoffnung auf eine lange und wohltuende Ruhepause – die man wohl nur zum Preise der Einsamkeit erhält. Und in England verliert sich die Unstimmigkeit gegenseitiger Verständnislosigkeit in der Wohltat eines Bades seitens der Dame, während ich im Trockenen an ihrer Seite sitze und von Buddha erzähle, was sicher sehr schnell vergessen wurde. Das ist wohl die Macht des Unglaubens, derer ich nicht wirklich fähig bin. Ich verspürte keinerlei Partywut, auch nicht den Drang, eine solche zu finanzieren. Dazu umgab mich zu sehr der Abgrund des Einsamen, eine Dunkelheit, die nur wahrnehmbar ist wegen ihrer beunruhigenden Kälte, der man mit einem Gespräch über das Ewige und Glückselige, dem Ziel, das windlose Dasein zu erreichen, zu entfliehen sucht.
 
     Edward, 5. November 2019
 
 
 
 
 
E s kostet gewaltige Anstrengung, auf die Vergangenheit zurückzuschauen. Diese Besteht zu einem guten Teil aus Elend. Das ist schon schlimm genug. Betrachten wir einmal gewisse andere Anteile, auf alle kann ich natürlich nicht eingehen, ein paar erwische ich aber doch.
 
Dann haben wir einmal das Ideal, das sich verflüchtigt hat. Wie schön sie war, die Brasilianerin, ein Ideal aber unerreichbar. Und dann verschwand sie, wie ein Film, der nicht mehr da ist, wenn man das Kino verläßt. Die Sehnsucht nach ihr war echt, aber so voller unbeantworteter Fragen, daß diese das Sehnen überdeckt haben, diese Verwirrung an sich (nicht die Art von Verwirrung, die die Sehnsucht ausgelöst hatte, sondern jene, die das Drogenhafte im Inneren ausgelöst hatte), die verhielt sich durch ihren eigenen Schleier der Undeutlichkeit hindurch verklärt, langsamer und zaghafter; so wie die Brasilianerin reagierte, auch so zaghaft und verunsichert. Gut, der Film schien sein Ende erreicht zu haben und die Handlung fand keine Fortsetzung. Ich kam aus dem Kino und vergaß den Film, vergaß aber nicht das Ideal, dieses erweckte zwischenzeitlich kurze Erinnerungen. Das Ideal blieb, zwanzig Jahre und länger, aber so lange später gab es die Ideale nicht mehr, ihres nicht und meins nicht. Wohl im Geiste gab es noch die Ideale, die in ihrer ewigen Jugend weiter träumen, so werden sie noch eine gemeinsame Gegenwart haben, in gewisser Zukunft.
 
Wir haben weiters die Religion des Glücks. Diese entwickelte sich über etliche Jahre ganz verhalten, dann stürzte sie hervor und überfiel mich. Es war einfach, die Handhabungen waren wunderbar, sie wurden sehr bewußt von dem Teil gesteuert, der in uns die Intuition ist. Mit dem Rechnen der computergesteuerten Analysen gewisser Lebensumstände sollen diese optimiert werden, obwohl sie durch bewußtes Pflegen der Intuition mehr als Optimiert sind; in diesem steht uns die Technik im Weg, vielmehr sie vergewaltigt unser Leben. Die Religion des Glücks, erfolgreich angewandt, aus Klugheit empfangen und aus Klugheit gepflegt, mündet in der Religion der Glückseligkeit, also sollte diese auch regelmäßig – und unregelmäßig halt, wenn Du eine faule Sau bist – ausgeübt werden. Doch den größten, augenblicklichen Empfang an Erfreuungen darf man sich von der Religion des Glücks erwarten, wenn diese nach Sinn und Regel der Intuition im tatsächlichen Augenblick uneingeschränkt ausgeübt wird. Das nennt man auch kosmisches Bewußtsein. Und wird von den Ungläubigen verschmäht. Nun denn, wer ungläubig ist, hat sein Leben ohnehin verspielt.
 
Als drittes möchte ich noch die gestalterische Vision anfügen. Es hat hier eine Schachtel mit Photographien. Nur eine einzige Schachtel, das ist mir von allen Aufnahmen geblieben, aus diesen leitet sich das Spiel des heutigen Tages ab. Die Planungen waren und bleiben alle nicht mathematisch geplant, sondern intuitiv. Rein mathematisch wäre es eine Applikation, aber keine AI ist der göttlichen Intuition mächtig, diese beherrschen nur die Götter, die lebenden Wesen, die keine Götter sind und, seien sie besonders hervorgehoben unter den anderen lebenden Wesen, die Dämonen. Nun ist aber durch das Unheil, das die Dämonen und ihre schwächlichen Anhänger auslösen, die Klarheit, die aus der Intuition hervorgeht, getrübt, das ganze Leben verliert sich in weltumspannender Trübsal. Soweit bedauernswert.
 
Die Photographien sind es wert, betrachtet zu werden. Sie sind, eine jede einzeln, die Manifestation meiner persönlichen Vision. Jedes einzelne Bild kann die Umhüllung eines weiteren Erlebens sein, genauso kann ein Erleben der Mantel, die königliche Robe eines Bildes werden, da dieses in einem weiteren Erleben – so wie die niedergeschriebene Erläuterung zu einem Bild – einen würdevollen Titel erhält. So kann auch jedes Bild zur Illustration eines Textes oder Filmes werden, die Fortsetzung einer Handlung im phantastischen Sinn sogar.
 
     Edward, 7. November 2019

Image: Gesicht, Hotelbadezimmer, Bristol.
 
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