Der romantische Geschmack ist selten, noch seltener das romantische Talent, daher gibt es wohl so wenige, die jene Lyra, deren Ton das wundervolle Reich des Romantischen aufschließt, anzuschlagen vermögen.

E.T.A. Hoffmann (über Beethovens Instrumentalmusik)

 
 
 






OFFICIAL NOSEPAPERWEBSITE FOR ALL CONCERNS & INTERESTS OF
THE EMS • ALL RIGHTS IF NOT DEFINED ELSEWHERE ARE WITH THE AUTHOR



 
 


 

Ein Bild steht da wie ein Satz und tut nichts, so wie ein Satz in einem Buch dasteht und nichts tut als dastehen als Ansammlung von Zeichen, die erst gedeutet werden müssen, um verstanden und eventuell einen sich in der Zeit bewegenden Ablauf schildern. Ein Ton steht nie still und ist immer in Bewegung. Wenn ich Töne höre, dann arbeitet mein Geist ständig daran aus dem Fluß dieser Wahrnehmung Bilder zu erzeugen, die diesen Eindrücken entsprechen, als wollte ich ein visuell wahrnehmbares Erleben daraus machen und damit (Klang-) Farbe mit der ihr zugesprochenen Form in der Zeit versehen: einen urprünglichen Schöpfungsakt vollziehen. Der Klang ist auch immer dem ADSR, also einem Einschwingen, eventuell Abklingen, einem Erhalt und einem Ausklingen unterworfen, obwohl der Parameter für den Erhalt als ∞ erscehinen mag, eventuell gibt es einen solchen Ton, der diesen Parameter enthält. Ich vermute, daß es keinen zweiten Gibt. Diese Spekulation ist aber Nebensache, für mich derzeit ohnehin kein Zeitvertreib, weil die Frage für mich weder beantwortbar noch die Antwort von Bedeutung ist.
 
Vor kurzem hatte ich beim Anhören der ersten drei Stücke aus dem Pink Floyd Album "Saucerful Of Secrets" und auch der ersten drei Stücke aus Brainticket's "Psychonaut" mit Erschrecken festgestellt, daß mir einerseits die Stücke alarmierend diffus klangen – ganz zu schweigen von der Pappe, den ich wahrnahm als ich vorher die ersten drei Stücke der zweiten CD aus der Serie "Easy Come – Easy Go" von Marianne Faithful – und auch die Empfindung eines Eintönigkeit verbreitenden zusammengekleistertem Konstrukts erweckten, daß mir es diese Empfindugen verunmöglichten, weiterhin diesen beiden Klassikern der Popgeschichte mein Gehör zu schenken. Ich öffnete ein eigenes Stück im Logic und ließ es laufen. Über die Monitorboxen, so wie vorher die CDs: über die Waldort Emes Orange, über die Tannoy, die Genelec und den Acoustic Research Speakers. Am Auffälligsten schwang mir eine Vielfalt von Verstimmtheit entgegen, daß ich sehr daran erschrak, welche Menge an Detunings da seine ADSRs auf mich entluden. Ich empfand es as wohlduftendes Eigenlob, was ich da zustande gebracht hatte, denn ich hatte mich in eine so naive Situation manövriert, daß ich die falsch gespielten Töne und die umhertorkelnden rhythmischen Schwankungen als Rahmen dafür verstand, das tonal darzustellen, was der lebendige Ungereimtheit und unvorsehbarkeit eines intensiven Gesprächs entsprach, das die Ausgangslage für ein Musikstück (an Klang oder eines anderen Feldes) darstellt, in der die noch ungestaltete Schöpfung als Keim verborgen liegt. Sobald diese mit ihrem Kontrapunkt, der (unbeholfen ausgedrückt) vorgeschrieben rechten Stimmung ergänzt werden, wird erst dann durch diese klanggenetische Vollständigkeit dem Musikstück zur endgültigen Ausführung verholfen. Und damit hoffe ich diesem so verbissen nach Erlösung flehenden "nächsten Schritt" die Freiheit schenken zu können. Erst dann ist es dem Zuhörer aus Sicherheitsgründen gestattet, sich dem Emotionalen Inhalt widmen zu dürfen, denn sonst wäre er auf diesen fixiert und es entginge ihm die spannende choräle Verflechtung des Atonalen mit den traditionellen Anordnungen der Klangereignisse.
 
Diesen Schritt sollte man vollziehen bis zum Mixdown. Der Rest ist sogfältiges Mastering auf Basis der höchstmöglich erreichbaren Widergabequalität.
 
     Edward, 9. Mai 2016
 











 
Das flüssige Frontpanel

Keeping Track on the Projects. Das sind die laufenden Projekte im weitesten Sinne.
 
 


 
 

The Voodoo Chile Variations
 
Diese Hommage an das so an berauschenden Tiefen, sei es aus dem Tonalen, dem Rhythmischen, des phantastischen Inhalts und an für andere unerreichbaren inneren Erlebens reichen Stückes von Hendrix lag als fixe Vorstellung in mir und bahnte sich über Jahrzente einen Weg frei in die Welt des Getanen. Das ist aus den Wegen dorthin.
 
The VooDoo Chile Variations Programmblatt
 
 

Simplicity
 
war in seinen Anfängen nur ein holpriger Baßlauf. Dieser wurde mit den Orchestrierungen von George Ricci und Beatrice Balt versehen und der Baßlauf wurde dann sogar entfernt. Nun liegt es daran, diesem Stillleben seinen farblichen Glanz zu verleihen.
 
Simplicity Programmblatt
 
 
 

Steep Old Road
 
Zwar wurde eine Zeile fallengelassen, dennoch lebt sie zwischen den Zeilen weiter. Ein Bogen von einer vergessenen Straße in England bis zum Bardo Thödol in zwei Minuten.
 
Steep Old Road Programmblatt
 
 

Let The Sun Shine In
 
Beim Mitsummen mit den Aufnahmeskizzen kommen die alten Lieder aus dem mentalen Archiv zum Vorschein. Und plötzlich hat man einen 24-köpfigen Chor zur Seite. Da muß man einfach die Gelegenheit beim Schopf greifen!
 
Let The Sun Shine In Programmblatt
 
 
 

The Witch's Promise
 
Ein weiterer Klassiker. Kein Walzer wie im Original, aber dank Franz Haselsteiners Klaviertreppenhaus hat es eine Klangfarbe für ungeahnte Originalitäten bekommen.
 
The Witch's Promise Programmblatt
 
 

The Windows Sonettes
 
Windowshopping vor surrealen Schaufenstern: Wie zu einem Besuch in Pepperland das Ermalen einer symphonischen Dichtung mit einem Orchester im Jigsaw-Puzzle Stil.
 
The Windows Sonettes Programmblatt
 
 


Upcoming and Other Floats


 
Niederösterreich war über zehn Jahre lang für die EMS ein äußerst fruchtbarer Boden für Liveauftritte und Aufnahmen. Man darf ruhig bemerken, daß hier Richard Budischowsy und Pepi Abicht neben Stefan Fraunberger eine zentrale Rolle spielten. Manche der Videos der Auftritte sind parat, die letzten müssen noch editiert werden: Work in Progress.

 


 
Hie und da nutzen auch Andere das Studio, so auch gelegentlich George Ricci und Annika Francke. George ist ohnehin jemand, der regelmäßig im Studio brilliert: Work in Progress.

 


 
"The Post Office is on Fire" verlangte nach einer Mundharmonika. Ich hatte schon des öfterem Hans Willim in George's Konzerten auftauchen gesehen, aber nur einmal Harp spielen. So tauchte er für dieses Projekt auf: Work in Progress.