Studio Project    Because, Because 



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Es hat immer ein Deshalb.
(Arbeitstitel: A Seventy One)


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ASeventyOne09.zip

(AIF, 48, 120 MB)
 
 

 

 
Annika Francke wässert sich.
 
Mann, hat die eine Präzision und ein Gehör.
 
 

Lyrics
 
Because, Because
 
I have gone beyond your future
I have wandered from your past
You can’t trace me in your superstitions
And your silence can’t keep me down
No your silence can’t keep me down
 
I have been kept in a bottle
With no expiry date
Which is an imprint carelessly made
Of little significance
 
Because, because
The Holy Man rides his boat
Because, because, because
It’s the river of the dead
 
You can’t catch him with pleasure
You can’t steal him with pain
I had been found in the circles of a field
Having stayed there as long as forever
They stumble and falter
Those who just try to make a living
 
I have gone beyond your future
I’m way beyond your past
You can’t trace me in your superstitions
And your science can’t raise my smile
 
Later I got up on Good Friday
Many others got up in Calcutta
Went to work on a motorbike
Fueled by Hindu religion
 
Because, because
I was woken by the warning cry of a magpie
Here I go, here I go
I collect what I had found
On the side of the stairway to heaven
Let’s face it, it is short and narrow
Because, because
The best is that all I have
Is a very grand reflection in the mirror in the sky
Quite a collection I have of these
 
«Please marry me, please marry me!»
Said the beetle to the butterfly
The butterfly said: «The King will mind!»
The beetle pulled the throttle
And they sailed away on a dandylion tree
Were never seen again
Never ever seen again
 
I have gone beyond your future
I’m way from your past
You can’t trace me in your superstitions
And your selfish needs are invisible
 
The people of Calcutta
They have paneer and spinach
I have green cheese imported from the moon
Of which they might know about
Because of religion
 
Because, because
Whatever you mean to say to me
Because, because, because
Whatever you keep in your garden
It will be gone tomorrow
 
The beetle has married
In the meantime
 
I see that I am never late
Because, because
The rain falls like this
It always sounds like this
 
My thoughts ground on asymetrical sight
Perhaps because the architects left my memory intact
 
 


Audiofiles Playlist
 
A Seventy One   Version 9
 
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A Seventy One, Orgel in Kürze   
 
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Da, der Fährmann!
 
Weiterhin beschäftige ich mich mit ganz einfachen und grundsätzlichen Aufgaben: Wie nehme ich eine akustische Gitarre auf? Die Aufgabe ist nie gelöst, das weiß ein jeder Studiotechniker, man arbeitet daran. Vor allem: Jede Aufnahmesituation ist anders, also gibt es eh keine Regel. Das erste ist: Ein Stück aus dieser Aufnahme zu machen. Eine von unendlich vielen Möglichkeiten.
 
Das Zweite ist: Wieweit relativieren sich Raum und Zeit? Raum relativiert sich ständig, ein Gebäude ist nie gleich groß. Wenn wir's abmessen, dann bekommen wir zwar die gleichen Ergebnisse, aber generell ist's immer größer und kleiner. Der Raum bewegt sich ständig. Die Zeitreise ist hier nur angedeutet, aber mental sind wir ständig dran. With a little Geist, dann geht das. Wer sich festhält, oder sich festhalten läßt, dann wird der Fortschritt totgeschwiegen, von unserem persönlichen Erlkönig, der die Lippen ganz fest zusammenkneift, und da es des Erlkönigs Eigenart ist, wendet er bei Erfolglosigkeit Gewalt an. Viele Erlkönige ergeben die Politik, mit der die Welt stehen bleibt. Damit pflegt man schon von jeher die progressiven Geister niederzumachen. Nature of the Game. Und selbst, wenn man eine Zeitlang in einer Bottle gehalten wurde (zum Beispiel in einer Bottle Campari, dessen roter Farbstoff aus Läusen gewonnen wird), dann kann man sich recht gut davon befreien, wenn man die Bottle als nicht-existent erkennt.
 
An der eigentlichen Zeitreise, da bin ich noch dran. Work in progress. Der Fährmann setzt über. Der Fluß ist die Zeit. Kali ist die Herrin der Zeit. Kali ist jung; wenn sie tobt, ist sie alt. Und umgekehrt. So lernt man Zeit.
 
***
 
Irgendwas muß ich ja mit den NI Session Horns machen, wenn ich sie mir schon zugelegt habe. Und dann kam an einem siedend heißen Tag Annika vorbei – mit ihrem Saxophon. Und spielte mir den Session-Horn-Satz mit ihrem Saxophon ein. Das Orchester verbreitet sich.
 
Sie gibt's nicht so gern zu, sie hat eine wunderbare Stimme, und dazu noch ein präzises Gehör und pingelig wie ein Buchhalter alten Schlags ist sie auch noch. Was will man mehr? Es gibt noch mehr! Bevor sie singt (nachdem sie intensiv saubere Ins und Outs und das Fehlen eines Clicktracks bemängelt hat), wärmt sie ihre Stimme etwas auf. Da bleiben manchmal ein paar Aufnahmefetzen liegen. Man beachte dieses Atemgeräusch, das kurz nach "Fueled by Hindu religion" auftaucht und so wundersam in die Aufnahme paßt, daß ich's einfach dort sein lassen muß. Jetzt ist Valérie gefragt. Eine Stimme Valérie, dann kann ich schon fast das Gate schließen lassen und das Stück abheben lassen. Halt! Die Querflöte, die sollte noch die Orgel begleiten. Und dann kommen die Treatments und das kritische Überprüfen der Solostimme. Meine eigene Stimme und mein eigenes Ohr, das verspricht Unheil.