Studio Project    A 1000 Miles Away 



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Nah ist immer fern


Nur elekrische Gitarre. "Nur" bedeutet, daß sie von sich aus schon einen langen Weg gemacht hat, bis sie in ihr digitales Zwischenlager gefunden hat. Sie ist ein undicht gewobener Teppich aus ausgefranstem Klangmaterial, der für weitere Instrumentierungen viel Platz bietet. Sie ist fast so etwas wie ein Experimentierfeld, das auf Hendix'sche Färbungen beruht und gesanglich durchwegs beim "If Six Was Nine" angesiedelt werden kann. Barren, slightly, if not more. Und so ist auch das Thema "Nähe und Ferne und Beide sind das Gleiche" eines, das oft in einer Kargheit, in eine emotionale Ödnis oder Dürre seine Konseqeunz hat.
 
 
A 1000 Miles Away   Version 1
 
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Erste Handschrift der Lyrics

 
 

About
 
Der Giarrenpart ist ein leicht gestrickter Teppich: er hat noch keinen Fußboden. Der Baß, die Keyboards (Orgel) und das Schlagzeug werden die Aufgabe übernehmen müssen, die Bretter für den Fußboden zu legen. Dann wird die Aufnahme bewohnbar. Wir bewegen uns da in altmodischen Klängen und die breitausgelegten Bässe der Neuzeit haben hier keinen Platz: ich stelle mir eine Spielweise vor, wie sie Humble Pie angewandt haben. Ein typischer altmodischer Baß: eine Melodiestruktur, die auf Bluesharmonien basiert, eine tragende Melodie, die der Gitarre gleichstellt ist und nicht im Hintergrund der Gitarre zweitrangig sein soll. Vielmehr begleitet sie die Gitarrenmelodien, die noch nicht ihren Weg gefunden haben, zu einem vollständigen Duett. Erst dann wird der Gesang über dieses Geflecht gestellt. Doch dem Baß wird eine fast elternhafte Autorität und Eigenständigkeit abverlangt.
 
Als Orientierung sollen die beiden YouTube Videos von Humble Pie dienen.
 
https://www.youtube.com/watch?v=lnI6W3l_1Oo
Humble Pie - I Walk on Gilded Splinters _ Live 1969
 
https://www.youtube.com/watch?v=2tNoSmlnxwQ
HUMBLE PIE Black Coffee 1973 YouTube
 
Schwebend symphonisch wird dazu ein Keyboardpart gelegt, vermutlich Orgel mit Chorus und Leslie versehen, das braucht natürlch ein jeder Teppich zum Fliegen. Das sind dann die Lufthüllen, in denen liegen die Sommerwolken. Hinter jenen liegen (in der Ferne der Nähe) die abendlichen Gewitterwolken schwer und wuchtig.
 
 
Zur Illustration
Eine Collage aus zwei Komponenten: Die Bühne bildet der winterlich zugefrorene Teich des Doblhoffparks in Baden bei Wien. Vandalen hatten alle umliegenden Parkbänke ins Wasser geworfen, diese waren dann in den Teich eingefroren.
 
Auf einem dieser Bänke spaziert auf eisglatter Fläche geisterhaft Diana, wie die auf einem Gemälde aus dem Jahr 1550 dargestellt wurde. Modell stand Diana von Poitiers, die Mätresse Heinrichs II. Ihr Schritt ist sicher, sie scheint in ihrer Nacktheit die Kälte nicht zu spüren, da ihre Anwesenheit in einer anderen Welt angesiedelt ist: zwar sichtbar, nur einige Meter vom Betrachter entfernt und doch unerreichbar.
 
 
Bildquelle:
Knaurs Große Kulturen in Farbe: Die Renaissance
Herausgegeben von Denis Hay
© Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf., München/Zürich 1968
Seite 172
 
 


Lyrics
A Thousand Miles Away
 
A thousand tricks make the world go round
But I'm not interested in tricks
I know you are right next to me
But you could be a thousand miles away
 
You are so prettey and so slim
You shine in the dark
I don't want to hear you spit and don't want to think foul about you
Because you have been so close to me
But at the same time a thousand miles away

 

 
 
 
 
 
I's pain and loneliness that can drive your love
Anything about you could drive my desire
How foolish of me to assume you to be so close
Because you are a thousand miles away
 
People who talk are dangerous men
And some people watch TV because they have sold everything to stay afloat
But I'd rather have you near to me
Than a thousand miles away

 

 
 


 


Noise
Und bis zum heutigen Tage ist mir die Quelle des Noises nicht faßbar, was meine Aufnahmen manchmal schwer beeinträchtigen kann. Irgendeine Einstreuung bemächtigt sich der Mikrophone und besonders der Elektrogitarren. Verläßt man einen bestimmen Winkel, die die Gitarre zum Raum eingenommen hat, erhält man ein starkes Surren in einem Bereich, der für den Elektrogitarrenklang extrem wichtig ist.
 
Damit ist man angehalten, seine Haltung nicht zu verlassen, ansonsten nimmt man diesen Einstreuwinkel an und dieses lästige Surren im Mikrophonweg, oder – noch schlimmer – verstärkt auf dem Gitarrenamp, macht sich breit. Und ich habe das Problem immer noch nicht lokalisiert.
 
Zwar habe ich versucht, mit allen Mitteln die Aufnahme von dieser Frequenz zu reinigen, vergebens. In gewissen leiseren Stellen tritt sie auf. Zwar lief die Aufnahme durch ein BX Plugin, der als extremer parametrischer EQ als Notch-Filter dienen sollte, danach in einen Urei 565 (littel Dipper), durch einen Symetrix denoiser und durch einen Meyer Sound CP-10, es half nichts: Am Schluß mußte der Gitarrensound wieder knusprig sein, ein wenig EQ in den Höhen und da war's wieder. Es hatte sich irgendwo in der Versenkung verborgen und kam wieder zum Vorschein. Ende des Lateins bis zum nächsten Denoisen.